Kapitel 7


von Molo
veröffentlicht am 04. Jul 2017 21:01

Zu meinem Selbstzerstörungsprogramm gehörten nicht nur die falschen Freunde, ich hatte auch einen Freund. Kennengelernt hatte ich ihn im Internet, war genauso originell wie mein Emo-Auftreten mit Pony im Gesicht und schwarz umrandeten Augen. Lore, mein Internetlover war gepierct und tätowiert, war aber eigentlich ganz lieb, wir telefonierten viel und schrieben den ganzen Tag. Irgendwann vergaß ich sogar dich regelmäßig anzurufen, manchmal vergaß ich abends zu weinen, dass ich dich liebte und manchmal sogar, dass du existierst.

Inzwischen wurde auch das Jugendamt eingeschaltet, Frau Scheuer diese fette, nervige und immer alles besser wissende Beamtenkuh tauchte ständig hier auf und wollte mir helfen eine neue Schule zu finden. Sie war es auch, die meine Eltern auf die Idee brachte mich in ein Heim für schwererziehbare Kinder abzuschieben. Es wunderte mich nicht, dass meine Eltern dies bejahten und ich tat es auch. Es war lächerlich, wie sie alle so taten als dürfe ich mitentscheiden und als würden sie nur mein Bestes wollen aber ich gab ihnen mein Einverständnis mit mir zu machen was immer sie wollten. Vielleicht täte es mir ja gut Abstand von all dem Pack hier zu bekommen und wieder irgendwo zu leben, wo ich nicht ständig die Angst hatte du begegnest mir an der nächsten Ecke.


Noch kein Kommentar vorhanden.

Schreiben
Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder!